Oktober 20, 2020

Abseits der Route

Fußballfans gegen Homophobie, so lautet der ursprüngliche Slogan der Kampagne, dass von TeBe Berlin ins Leben gerufen wurde. Ansatzpunkt ist der Fußballsport, der leider oftmals eine reine Männerdomäne darstellt, wobei sich diese nicht nur auf das Vereins-und Mannschaftsgefüge beschränkt, sondern oftmals bei den Zuschauern auf noch viel größeren Nährboden stößt.
Die Masse bietet hierbei nicht selten einen Raum der Anonymität unter Gleichgesinnten, so stellt dieser Sport mit seinen Anhänger immer noch ein oft veraltetes Weltbild dar, dass in unser heutigen Gesellschaft schlichtweg unpassend ist.

Die Aktion „Fußballfans gegen Homophobie“ steht Großteils in Verbindung mit alternativen, wie aber auch Traditionsvereinen und selbstverständlichen Mannschaften aus dem Profisport. In unseren Augen fängt Homophobie jedoch häufig schon auf den kleinen Dorfsportplätzen oder Sporthallen in den Jugendmannschaften an, gleichzeitig ist Homophobie nicht nur auf den Fußballsport zu beziehen, sondern zieht sich durch die gesamte Gesellschaft und somit auch durch andere Sportarten.

Unser Ziel ist es somit, den Slogan „Fußballfans gegen Homophobie“ auf andere Sportarten und vor allem auch auf den Amateursport zu übertragen. Besonders hier auf lokaler Ebene haben wir als Fanszene noch relativ großen Einfluss im Verein und können unser Anliegen besser zur Geltung bringen. Ziel sollte es in unseren Augen sein, die Vereine und Mannschaften für dieses Thema zu sensibilisieren und letztendlich geben wir Fans dafür nur den Anstoß.

Wir haben hier in Itzehoe das Glück in einer unserer Mannschaften einen schwulen Spieler als Teil der Mannschaft zu haben und können so auf ein „aufgeklärtes Umfeld“ zurückgreifen und auch dem Verein ist diese Situation somit nicht neu.

Homophobie ist eines der Themen, dass unsere Gesellschaft weiterhin ausblendet, doch die Initiative der TeBe-Fans hat den Anfang gemacht. Unserem Verständnis nach geht es nun darum, diesen Ansatz weiterzuverfolgen und die Relevanz dieses Themas zu verbreiten, ohne es rein auf den Fußball zu beschränken und eben deshalb gilt: Be homo, be hetero – Be yourself!

Viele Grüße aus IZ!